die historischen, schon im Mittelalter angelegten Fischschleusen, in denen an einem flachen Strandstück über einen viereckigen Wall und den Tidenhub bis heute Fische gefangen werden. Letzter Stopp ist der Hauptort Saint-Martin-de-Ré an der Nordostküste, der noch vollständig von Mauern und Verteidigungsanlagen aus dem 17. Jh. umgeben ist und zum UNESCO-Welterbe zählt. Übernachtung La Rochelle. 4. TAG: Fahrt nach Rochefort und weiter entlang des Verlaufs der Charente bis in die Kleinstadt Saintes, die durch viele Baudenkmäler aus römischer und frühchristlicher Zeit geprägt ist. Die Stadt war Endpunkt der aus Lyon kommenden Römerstraße Mediolanum Santonum und später sogar kurzzeitig Hauptstadt Aquitaniens. Das protestantische Saintes hatte unter den Religionskriegen zu leiden, kam aber später mit Textilherstellung sowie Cognac- und Weinhandel zu Wohlstand. Spaziergang durch die Stadt mit Besichtigung des Arc de Germanicus, des Amphitheaters, der Kathedrale Saint- Pierre und der Kirche Saint-Eutrope, einstige bedeutende Wallfahrtskirche auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostela und UNESCO-Welterbe. Anschließend Fahrt nach Cognac, der Heimatstadt des gleichnamigen Weinbrandes. Spaziergang durch den alten Stadtteil vom Stadttor Porte Saint-Jacques an der Charante über Kopfsteinpflaster und durch enge Gassen bis hinauf zur Kirche St-Léger. Besichtigung einer Cognac-Brennerei mit ihren riesigen Weinlagern und den endlosen Fassreihen. Knapp ein Dutzend der bekanntesten Destillerien sind hier ansässig. Weiterfahrt nach Bordeaux, der Hauptstadt der Region Neu-Aquitanien und eine der attraktivsten Städte Frankreichs. Abendessen und Übernachtung Bordeaux. 5. TAG: Am linken Ufer der Garonne erstrecken sich in Bordeaux an die 5000 in klassizistischer formaler Klarheit gebaute Häuser, mehrstöckige Weinlagerhäuser Die Südwestküste Frankreichs von La Rochelle bis ins Baskenland 1. TAG: Flug vom Deutschland nach Bordeaux, Hauptstadt der Region Neu-Aquitanien und des Départements Gironde. Empfang durch die französische Reiseleitung und Fahrt nach La Rochelle. Abendessen und Übernachtung La Rochelle. 2. TAG: Besichtigung des einstigen Hugenottenzentrums La Rochelle am Golf von Biscaya. Die Hauptstadt des Départements Charente-Maritime ist Bischofssitz, und mit ihren fünf Häfen, den zahlreichen Arkadengängen und überdachten Passagen spiegelt sie die lange Geschichte als bedeutende maritime Handels- und Geschäftsstadt Frankreichs wider. Spaziergang durch die historische Altstadt, deren Bausubstanz aus dem 15. bis 17. Jh. stammt. Die wichtigsten Gebäude und Stationen des Rundgangs sind die zwei mächtigen Wehrtürme am Alten Hafen, die Türme St. Nicolas und de la Lanterne, der Alte Hafen und der Große Uhrturm sowie das Rathhaus, das Renaissancepalais Maison Henri II. und die Kathedrale St. Louis. Besuch des Museums für protestantische Geschichte. Am Nachmittag Fahrt in die Nachbarstadt Rochefort, einstiger königlicher Flottenstützpunkt. Obwohl die Stadt 20 km vom Atlantik entfernt ist, gibt es einen Hafen, dessen Verbindung zum Meer über den Fluss Charente gegeben ist. Das machte Rochefort für Louis XIV. ab 1666 zu einem strategisch günstigen Ort zum Aufbau einer Flotte, um als Seemacht die Handelswege mit den Kolonien zu schützen. Spaziergang durch die Stadt mit Besichtigung des Marinearsenals, der königlichen Seilerei und des Marinemuseums. 1967 diente Rochefort als Kulisse für das Musical „Die Mädchen von Rochefort“ mit Catherine Deneuve, Jacques Perrin, Gene Kelly und Michel Piccoli. Übernachtung La Rochelle. 3. TAG: Tagesausflug auf die Île de Ré. Über eine fast drei Kilometer lange Brücke geht es auf die 30 km lange 9 TAGE NEU-AQUITANIEN und 5 km breite Insel, die überwiegend mit Pinien und Zypressen bewachsen ist. Erste Station ist einer der schönsten Orte, La Flotte, der mit seinen weißen Häusern, bunten Fensterläden und blumengeschmückten Gassen viel Charme bewahrt hat. Weiter zum Besuch der Salzgärten bei Loix, die aufgrund der außergewöhnlichen Sonneneinstrahlung und der lehmhaltigen Böden von den Bewohnern der Insel seit dem 13. Jh. angelegt wurden. Das hiesige „Fleur de Sel“ wird von Feinschmeckern in aller Welt gekauft. Anschließend Fahrt zu einer Austern- und Muschelzucht mit Verkostung, die an der Nordküste auf über 1000 Hektar kultiviert werden. Nächster Halt ist beim Leuchtturm „Phare des Baleines“, an dessen Strand Bunkeranlagen von der deutschen Wehrmacht errichtet wurden, die heute langsam unter den Dünen verschwinden. Spannend sind auch Biarritz La dune du Pilat Entlang der Nordwestküste von La Rochelle durch das Weingebiet um Bordeaux über die Bucht von Arcachon bis ins Baskenland nach Biarritz Statt eines Tagesausfluges auf die Île de Ré ist auch ein Ausflug auf die Insel Île D´Oléron oder Île de Noirmoutier möglich Die Reise lässt sich mit der Katharerregion um Albi (siehe ECC-Reise Nr. 40) erweitern/ kombinieren. Rückflug dann ab Montpellier
RkJQdWJsaXNoZXIy MTk4ODc=