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Neuigkeiten und Hinweise

Informationsreise nach Chile – Ein kurzer Rückblick!

Etwas bange war mir schon, ob wir in 12 Tagen das 4.000 km lange Chile mit einen Abstecher nach Argentinien schaffen würden? Die Atacama-Wüste im Norden, Santiago und Valparaiso im Zentrum, Patagonien mit dem Torre del Paine Nationalpark und dem Los Glacieres Nationalpark (in Argentinien) im Süden des Kontinents. Insgesamt haben wir in der Luft und zu Land rund 40.000 km zurückgelegt, das sind gut 40 Flugstunden und nochmal circa 30 Stunden im Bus! 

Die Belohnung für diese Strapazen ist eine Reise ans Ende der Welt mit herrlichen Wüstenlandschaften, Salzseen, Lagunen, Geysiren und glasklaren Sternenhimmeln im nördlichen Atacamagebiet sowie (nach der Arktis und Antarktis) dem drittgrößten Eisfeld der Erde mit faszinierenden Gletscherlandschaften und Nationalparks sowie den rauhen Landschaften Patagoniens. Als Zugabe gibt es die Hauptstadt Santiago und das wunderbar gelegene Valparaiso am Pazifik. Allesamt spektakuläre Landschaften und einzigartige Panoramen.

Bei einer Gruppen-/Studienreiseplanung nach Chile ist der Start und Endpunkt jeweils Santiago de Chile. Von dort aus fliegt man in die Atacama-Wüste im Norden und wieder zurück nach Santiago, dann nach Patagonien und wieder zurück nach Santiago.

Die Höhepunkte in der Atacama-Wüste sind der Salzsee, diverse Lagunen, die Tatio-Geysire auf gut 3.400 m Höhe, San Pedro sowie kleinere Ausgrabungen alter Kulturen.  Ein nächtlicher Besuch bei einer der Touristen-Observatorien oder ein Besuch in der größten Kupfermine Chuquicamata wären noch Zugaben. Mindestens 3 Nächte sollte man in San Pedro einplanen, damit das Programm nicht zu dicht ist.

Von der Atacama-Wüste ließe sich auch eine Exkursion nach Bolivien zum Salar von Uyuni unternehmen, dem wohl schönsten Salzsee der Welt (siehe den Bolivien-Rückblick von 2018). Dazu bräuchte man aber mindestens vier zusätzliche Tage.

Der zweite große Höhepunkt der Reise ist Patagonien, eine Region im Süden des südamerikanischen Kontinents, die sich über Chile und Argentinien erstreckt. Anlauf(-flug)station ist Punta Arenas, das an der Magellanstraße gelegen ist. Von dort aus geht es mit dem Bus nach Puerto Natales oder noch besser gleich in den Nationalpark Torres del Paine. Wenn es das Budget zulässt, ist es empfehlenswert, in einem der Hotels im Park zu übernachten, weil man sich so die jeweils 2-stündige Anfahrt von Puerto Natales erspart. Die Übernachtungspreise im Park sind allerdings 2-3x so hoch wie in Puerto Natales und mindestens 1½ Jahre vorab zu buchen.

Im Park sind Rundfahrten und kleine oder auch größere Wanderungen geplant, so z.B. entlang des Gletschers am Lago Grey. Zwei Übernachtungen im Park oder in Puerto Natales sind Minimum, besser sind 3 Übernachtungen. Vom Nationalpark Torres del Paine geht es in einer Tagesetappe über die chilenisch-argentinische Grenze nach El Calafate am Lago Argentino. Von El Calafate aus besichtigt man die Gletscher Perito Moreno, Upsala und/oder Spegazzini per Schiff oder auch zu Fuß. Dieses Gebiet ist Teil des Nationalparks Los Glaciales, die drittgrößte zusammenhängende Eislandschaft der Welt. Zwei Übernachtungen sind Minimum, besser sind drei Übernachtungen. Eine  Tagestour benötigt man mit dem Bus wieder zurück über die Grenze nach Punta Arenas in Chile, wo man evtl. noch das Schiffsmuseum Nao Victoria besichtigen kann, in dem Replicas der Beagle (Charles Darwins Schiff), der Victoria (Magellan) und einem der Beiboote der Endurance (Sheckleton) zu sehen sind.

Per Flug geht es von hier aus wieder zurück nach Santiago, für das man mindestens einen halben bis ganzen Tag einplanen sollte. Das Museo Chileno de Arte Precolumbino mit Exponaten aus Chile, Peru, Kolumbien, Ecuador und Mesoamerika ist sehr lohnend. Auch für die Hafenstadt Valparaiso am Pazifik sollte man auch mindestens einen halben Tag einplanen. Falls Sie mehr Zeit zur Verfügung haben, lohnt sich eine Übernachtung in Valparaiso, eine sehr reizvolle Stadt.

Für diese lange und strapaziöse Reise sollte an den Hotels nicht gespart werden und diese lieber mit einen halben bis ganzen Stern höher angesetzt werden, bzw. die gut gelegenen Hotels (z.B. NP Torres del Paine) angesteuert werden. Die optimale Lage, das nette Ambiente und den Komfort haben wir auf unserer Reise sehr zu schätzen gewußt.

Das Essen ist in Chile und Argentinien durchweg ganz hervorragend und abwechslungsreich.

Äußerst zufrieden waren wir auch mit unseren lokalen Guides in allen Regionen (wir hatten insgesamt 5 Guides), die uns (bis auf eine Ausnahme) sehr gut und mit viel Engagement geführt haben.

Die Reisezeit von Oktober bis März entspricht dem Frühling bis Sommer in Chile und ist sowohl in der Atacama, wo man im Prinzip ganzjährig Sonnenschein hat, wie auch in Patagonien sehr günstig. Dass unsere Inforeisegruppe in Patagonien fast durchgehend Sonne und wenig Wind hatte, ist allerdings eher ungewöhnlich. In Patagonien muss man mit allen Wetterlagen rechnen.

Unsere Gruppenleiter-Informationsreise war eine sehr interessante und auch gelungene Reise (ich denke, das kann ich für alle Teilnehmer einvernehmlich sagen) mit überragenden landschaftlichen Eindrücken, die alle Mühen lohnte.

Die Chilenen und Argentinier sind perfekte Gastgeber und unglaublich freundlich und zuvorkommend. Die Demonstrationen und Ausschreitungen in Chile (vor allem in Santiago), die sich gegen soziale Ungleichheit richteten und durch Kostenerhöhungen im öffentlichen Dienst ausgelöst wurden, haben uns während unserer Reise immer wieder begleitet (Oktober/November 19), aber den Reiseablauf glücklicherweise nicht beeinträchtigt. Wir hoffen, dass die Regierung angemessene Reformen einleitet, um allen Bevölkerungsgruppen des reichsten südamerikanischen Landes Menschen mehr Wohlstand zu bringen.

Die Fotos unserer Informationsreise nach Chile finden Sie in unserer Fotogalerie bzw. als Youtube Video unter www.youtube.com/watch?v=xHtzyqOSMiQ&t=5s. Unser Reiseprogramm im Online-Katalog für Ihre Gruppenreise bzw. Gemeindereise nach Chile und Argentinien ist ein Vorschlag, den wir gerne Ihren Wünschen entsprechend anpassen.

Bei den Reiseteilnehmern/innen möchte ich mich für das herzliche und freundschaftliche Miteinander bedanken, es war eine tolle Reise mit Ihnen.

Ihr Guido Völkel