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Neuigkeiten und Hinweise

Informationsreise nach Ladakh - Ein kurzer Rückblick!


Nur wenig bekannt ist Ladakh, eine Region im Norden Indiens. Die Region Ladakh ist ein Tal, das im Südwesten vom Himalaya und im Nordosten vom Karakorumgebirge umschlossen wird, durch das sich der Fluss Indus gegraben hat! Der Indus entspringt im tibetischen Himalaya und fließt dann nach Nordwesten durch Ladakh und weiter nach Pakistan, wo er dann in Richtung Südwesten, vorbei an Islamabad, als wichtigster Fluss Pakistans in das Arabische Meer fließt.

Der nördlichste Punkt Indiens also, mit den politisch auf Kriegsfuß stehenden Nachbarn China und Pakistan, die als Verbündete immer wieder Druck auf Indien ausüben. Besonders in der von Ladakh benachbarten Region Kashmir, das im Norden unter pakistanischer Verwaltung steht. Wenn man am kleinen Militärflughafen von Leh landet, wird dem Besucher die für Indien geostrategisch überaus wichtige Lage der Region durch die starke Militärpräsenz schnell bewußt.

Die Besucher müssen sich dennoch nicht sorgen, Ladakh ist sicher und vor allem von herausragender, landschaftlich archaischer Ästhetik.

Im 8. Jh. zog der aus dem pakistanischen Swat-Tal stammende Tantriker Padmasambhavas bis ins heutige Tibet, wo er mit seiner Ausstrahlungskraft den damaligen König von seiner Lehre überzeugte und den Auftrag erhielt, den Buddhismus in seinem Land zu verbreiten. Padmasambhavas bezog sich in seiner Lehre des Buddhismus auf tantrische Aspekte, die über mehrere Stufenwege der Meditation zur Erleuchtung führen. In Verbindung mit festen Ritualen und einer Art Synkretismus mit der im 8. Jh. in Tibet stark verwurzelten Bön-Religion (Geisterglaube) waren dies die Grundlagen der tibetischen Ausprägung des Buddhismus, der in einer zweiten Ausbreitungswelle der Lehre im 11. Jh auch nach Ladakh, Bhutan, Sikkim, Zanskar und Nordnepal gelangte.

Der sogenannte tibetische Buddhismus ist heute im Westen wahrscheinlich sogar die bekanntere Ausprägung des Buddhismus, was vor allem auf die Popularität des 14. Dalai Lama zurückzuführen ist.

Neben den landschaftlichen Schönheiten Ladakhs sind die zahlreichen alten Klöster die ganz große Attraktion der Region. Die Ausflugsfahrten entlang des Indus, umrahmt von Karakorum und Himalaya-Gebirge, zu den wundervoll an geschützten Berghängen liegenden Klöstern, war die Hauptintention unserer Informationsreise nach Ladakh.

Die zurückhaltend freundlichen Menschen heißen die Touristen willkommen und lassen dem Reisenden einen Einblick in ihr Alltagsleben und das spirituelle Leben geben.

Eine ganz spannende Region, in der die Fahrt über den 5.380 m Khadungla-Pass in das benachbarte Nubra-Tal ein weiterer Höhepunkt ist. Der Khadungla-Pass ist der höchste von Autos befahrbare Pass der Welt.

Die Anreise nach Ladakh geht immer über Delhi. Wenn man mit dem Flugzeug anreist, benötigt man jeweils 2 Tage für An- und Abreise, plus einen weiteren Tag, um sich an die Höhe von 3.500 m anzupassen. Wenn man von Delhi mit dem Zug und dem Auto in das Gebirge bis Leh fährt, benötigt man 5 Tage inklusive einem Übergangstag in Delhi. Wenn eine Gruppe die Zeit für den langen Landweg aufbringen kann, ist das eine äußerst lohnende, weil landschaftlich außergewöhnlich schöne Fahrt.

Der Sommer von Juni bis August ist für Ladakh die beste Reisezeit. Die Übernachtungsstationen in Ladakh sind Leh, Alchi und Hundra im Nubra-Tal. Im Juni und Juli finden in etlichen Klöstern Feste zur Vertreibung der bösen Geister statt, die man bei einem Besuch einplanen sollte.

Wir beraten Sie gerne bei der Planung Ihrer Gruppenreise nach Ladakh. Ein aktuelles Reiseprogramm finden Sie in unserem Onlinekatalog. Dieses passen wir Ihren Wünschen gerne an.

In unserer Fotogalerie und auf Youtube sind die Fotos unserer Inforeise einzusehen.

Bei den Reiseteilnehmern unserer Informationsreise möchte ich mich für das tolle Miteinander und Gelingen ganz herzlich Bedanken!

Guido Völkel