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Neuigkeiten und Hinweise

Informationsreise nach Montenegro – Ein kurzer Rückblick!

Die Bucht von Kotor

Das Städtchen Budva

 

Weiße Gipfel begrüßen uns in Kolasin – und das im Land der „Schwarzen Berge“? Wenige Tage vor unserer Ankunft in Montenegro (Ende April) hatte es noch einmal geschneit und beim Spaziergang durch den wichtigsten Ort für Wintersport bieten die schneebedeckten Berge und der strahlend blaue Himmel eine traumhafte Kulisse.

Beim Rundgang über den kleinen Markt verkaufen die Bauern Obst, Gemüse und Nüsse aus eigener Ernte, es werden Haushaltswaren, Werkzeuge, Kleidung und Schuhe angeboten. Für Touristen sind die Waren weniger interessant, geben aber einen guten Eindruck vom Leben im Landesinneren, das überwiegend durch einfache bäuerliche Strukturen geprägt ist und in einem großen Kontrast zur touristisch gut erschlossenen Mittelmeerküste steht. Zahlen kann man alles in Euro, denn das ist die Landeswährung, somit entfällt das Geldwechseln.

„Crna Gora“, Schwarze Berge, nennen die Montenegriner ihr Land, das etwas kleiner ist als Schleswig-Holstein und nur knapp 700 Tsd. Einwohner zählt. Beeindruckt hat uns der Blick in die mächtige Tara-Schlucht, die sich tief in die dicht bewaldeten Berge des Durmitor National¬parks (UNESCO-Welterbe) eingegraben hat. Wer es etwas abenteuerlicher liebt, kann eine Rafting-Tour durch die Stromschnellen wagen. Alternativ bietet sich eine Wanderung um den schön gelegenen Biogradska- oder den Schwarzen See an.

Mit dem Kleinbus erreichen wir Kloster Ostrog, das in eine senkrechte Felswand gebaut ist. Hier ruhen die Gebeine des hl. Vasilij. Das Kloster ist ein bedeutendes Heiligtum der serbisch-orthodoxen Kirche, der fast ¾ der Montenegriner angehören. Daneben gibt es eine muslimische Minderheit und eine kleinere Gruppe von Katholiken, hauptsächlich an der Küste, die friedlich zusammenleben.

Sehenswert sind auch die Klöster Moraca und Cetinje sowie die erst 2013 geweihte Auferstehungs-kirche in der modernen Hauptstadt Podgorica, das politische Zentrum des Landes. Die Stadt liegt in der Nähe des Skadar-Sees und im größten Weinanbaugebiet des Landes in der Ebene von Podgorica. Hier genießen wir eine Weinprobe mit vorzüglichen Weinen und einer Vesper bei einem familiengeführten Weinbaubetrieb.

Cetinje, die beschauliche frühere Hauptstadt auf einem Hochplateau im Lovcen-Gebirge, ist heute noch Sitz des Präsidenten. Die gepflegte Innenstadt weist viele schöne klassizistische Gebäude auf, die einst als Botschafts- und Verwaltungs¬gebäude dienten, im Vladin Dom (Haus) ist das Geschichts- und Kunstmuseum untergebracht, in der ehemaligen Residenz der Petrovic Njegos ein kleines interessantes Museum über das Leben der ehemaligen Königsfamilie eingerichtet und vor Ort befinden sich die Fakultäten für Kunst, Schauspiel und Musik der Universität von Montenegro weswegen Cetinje als das kulturelle Herz des Landes gilt. Eine Panoramastraße führt durch das Lovcen Gebirge. Bei einem Halt in Njegusi stärken wir uns mit einer Portion luftgetrocknetem Schinken und einem Glas Rotwein. Danach geht es auf einer Serpentinenstraße hinunter an die Küste mit großartigen Ausblicken auf die Bucht von Kotor. Nach unserem zweitägigen Besuch in den Bergen folgt unser Aufenthalt in Becici an der stark zerklüfteten und von Sand¬stränden unterbrochenen fast 300 km langen Küste von Montenegro.

Ein Tagesausflug führt zum südlichen Nachbarland Albanien, mit dem sich Montenegro den Skadar-See (auch Skutari-See) teilt. Die lebhafte albanische Stadt Shkoder wird überragt von der weitläufigen Rozafa-Festung. Auch von hier bietet sich ein herrlicher Panoramablick auf das Umland. Besonders beeindruckt waren wir alle von der Begegnung mit einer deutschen Ordensschwester und dem Besuch im kleinen Kloster. Mit viel persönlichem Einsatz unterstützen sie und ihre Mitschwestern benachteiligte albanische Familien, organisieren verschiedene Hilfsprojekte und arbeiten mit Kindern und Jugendlichen. Auf der Rückfahrt zu unserem Hotel erkunden wir die durch ein Erdbeben zerstörte und vor sich hin schlummernde Altstadt von Bar mit Resten venezianischer Bebauung und den Urlaubsort Ulcinj mit seiner schönen Altstadt. Ein weiterer Tagesausflug ist dem ausführlichen Besuch durch den inneren Teil der Bucht von Kotor gewidmet. Von Perast aus erkunden wir per Boot zunächst die Wallfahrtskirche auf dem von Menschen geschaffenen Inselchen „Jungfrau vom Felsen“. Ein Panorama, das seinesgleichen sucht begleitet uns auf der weiteren Fahrt: die Bucht ist umgeben von den steilen, kahlen Hängen der Karstberge von Lovcen und Orjen. In der mit Kulturdenkmälern reich geschmückten Kulisse von Kotor (UNESCO-Welterbe), das mit einer massiven Befestigung ummauert ist, besuchen wir die romanische Sv. Trifun-Kathedrale, Sitz des katholischen Bischofs mit einer wertvollen Kunstsammlung und Schatzkammer.

Wenig wussten wir vor unserer Reise von Montenegro, dieses Land, das gewaltige und stark kontrastierende Naturschönheiten zu bieten hat: das Durmitor Gebirge mit der tief eingeschnitten Tara-Schlucht im Norden, Karstberge, Hochebenen und der noch wenig erschlossene Skodra-See im Landesinneren und im Süden die Mittelmeerküste mit der idyllischen Bucht von Kotor. Kulturelle Sehenswürdigkeiten erwarten die Besucher mit den serbisch-orthodoxen Klöstern, den reizvollen Städten Cetinje und Kotor und den historischen Altstädten von Budva, Bar und Ulcinj.

Die von uns benutzten und besuchten Hotels haben einen guten, internationalen Standard und gehören in der Regel zur 4*-Kategorie. In Kolasin gibt es jedoch nur eine begrenzte Kapazität, weswegen eine frühzeitige Planung empfehlenswert ist. Eine Reise nach Montenegro bietet sich als Standortreise an (Hotel an der Küste in Becici oder Budva) oder mit nur einem Hotelwechsel und einem weiteren Hotelstandort in Kolasin im Norden. Dadurch kann man die Entfernungen, die aufgrund der kurvenreichen Strecken doch längere Fahrzeiten erforderlich machen, gut überbrücken und die Tage werden nicht zu lang.

Je nach Dauer der Reise kann man wahlweise tägliche Besichtigungen oder einen oder mehrere freie Tage anbieten mit Gelegenheit zum Baden oder für eigene Unternehmungen. Nonstopflüge von Montenegro Airlines gibt es 3 x wöchentlich von Frankfurt nach Podgorica und 1 x wöchentlich von Düsseldorf aus. Ergänzt wird das Flugangebot mit Flügen nach Dubrovnik, entweder nonstop oder mit Umsteigen ab vielen deutschen Flughäfen mit Lufthansa.

Nicht ausreichend war die Zeit bei unserer Informationsreise für einen Tagesausflug ins benachbarte Dubrovnik mit seiner historischen Altstadt und eine UNESCO-Welterbestätte. Der Grenzübertritt zwischen Montenegro und Kroatien erfolgt in der Regel in beiden Richtungen ohne nennenswerte Aufenthalte, weswegen Dubrovnik bei einer Reisedauer von 8 Tagen problemlos in das Programm aufgenommen werden kann.

Montenegro erscheint uns ein lohnenswertes Ziel für unsere Gruppen-Studienreisen. Gerne stehen wir Ihnen bei der Planung einer eigenen Gruppenreise mit Vorschlägen und Informationen beratend zur Seite. Ein ausführliches Programm finden Sie in unserem Online-Katalog auf unserer Webseite oder als Druckversion in unserem Katalog für Europareisen.

Für das Interesse an Montenegro und die gemeinsame Zeit mit guten Gesprächen während der Reise möchte ich mich bei allen Teilnehmern ganz herzlich bedanken.

Gisela Matheis