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Neuigkeiten und Hinweise

Informationsreise nach Usbekistan - Ein kurzer Rückblick!


Die Lage an der legendären Seidenstraße und die berühmten Oasenstädte Samarkand, Buchara und Chiwa sind seit vielen Jahren Motivation für unsere Gruppen, nach Usbekistan zu reisen. Das Land begeistert mit einer Fülle islamischer Bauten: prächtige Moscheen, große Koranschulen (Medresen) und beeindruckende Mausoleen üben auf westliche Besucher eine große Faszination aus.

Ausgangs- und Endpunkt der Reisen ist jeweils die Hauptstadt Taschkent. Bei der Informationsreise ermöglichte uns die zentrale Lage des Hotels, die Neustadt von Taschkent zu Fuß zu erkunden. Im Amir Timur Park erinnert das  Reiterdenkmal an den grausamen Eroberer. Ende des 14. und zu Beginn des 15. Jh. eroberte Tamerlan, wie er auch genannt wird, Teile des heutigen Irak und des Iran sowie Teile von Aserbaidschan, Syrien und der Türkei. Weitere Besichtigungs­punkte waren u. a. das Historische Museum und der belebte Taschkenter Basar.

Am späten Nachmittag erfolgte der Inlandsflug nach Urgentsch im Westen des Landes. Von dort ist Chiwa mit dem Bus in ca. 30 Minuten erreichbar. Diese alte Oasenstadt, deren Ursprünge ca. 2500 Jahre zurückliegen, haben wir zu Fuß erkundet. Die innere Stadt entstand ab Ende des 18. Jh. und ist von einer massiven Festungs­mauer umgeben. Von der Zitadelle Ark bietet sich ein herrlicher Panoramablick über das äußerst ansprechende Erscheinungsbild  der weitestgehend intakten Altstadt mit zahlreichen leuchtend blau gefliesten Kuppeln, Fassaden und Minaretten.

Fast einen ganzen Tag benötigten wir für die Busfahrt nach Buchara. Die Route auf der antiken Handelsstraße führte streckenweise entlang am Amudarya, Usbekistans längstem Fluss, durch die Wüste Kisilkum.  Dank Bewässerung gibt es ausgedehnte Baumwollfelder. Buchara ist eine der Sieben Heiligen Städte des Islam. Besonders schön ist das Mausoleum der Samaniden aus dem 10. Jh., ein Kleinod islamischer Backsteinkunst. Rund um das Labi Hauz Ensemble mit seinem Wasserbecken und den Medresen Nadir Devon Begi und Kukeldash stehen die Tische verschiedener Restaurants und Teestuben. Es ist ein beliebter Treffpunkt für Einheimische und Touristen zugleich. Von hier aus sind es nur wenige Schritte zum stimmungsvollen Basar mit viel Kunsthandwerk und Gebrauchsgegenständen.

Auf der Fahrt nach Samarkand besuchten wir die Gräberstadt Shohizinda, eine der ältesten Wallfahrtstätten Mittelasiens. Mehr als 20 prächtige Mausoleen mit herrlichen Majolika-Dekoren geschmückt, stammen aus der Zeit des 9. bis 19. Jh. In Samarkand befindet sich auch Tamerlans Grab, das prachtvolle Mausoleum Gur Emir. Unbestrittener Höhepunkt der Reise war der Besuch des Registan-Platzes, an drei Seiten umgeben von den Medresen Ulugbek, Sherdor und Tillakori. Wir hatten Glück: der Platz war am Abend beleuchtet und das gesamte Ensemble ließ Bilder aus „Tausendundeiner Nacht“ lebendig werden.

Fast alle Usbekistan-Reisen werden als Rundreisen durch den Südwesten des Landes konzipiert. Von Taschkent aus empfiehlt es sich zunächst nach Chiwa zu fliegen und von dort mit dem Bus über Buchara bis Samarkand zu reisen. Wer ergänzend noch Sharisabs, die Geburts­stadt Tamerlans im Serafschan-Gebirge besuchen will, muss mit dem Bus von Samarkand zurück nach Taschkent fahren. Ansonsten kann die Rückfahrt auch mit dem Zug erfolgen.

Neu ist eine Zugverbindung, die auf landschaftlich reizvoller Strecke  ins grüne und stark landwirtschaftlich genutzte Ferganatal, östlich von Taschkent, führt. Hierdurch verkürzt sich die Fahrzeit gegenüber dem Bus. Hierfür sind  jedoch mindestens 2 Reisetage mehr zu veranschlagen. Von Tashkent aus bietet sich auch ein Ausflug, wahlweise mit oder ohne Übernachtung, nach Chimgan an. Der Ort liegt ca. 90 km entfernt in den Ausläufern des Tienshan-Gebirges. Hier gibt es gute Wander­möglich­keiten und ein Hotel.

Neben der Fülle an eindrucksvoller islamischer Architektur bieten sich Begegnungen an. Unsere Gruppen haben bereits Frauen einer russisch-orthodoxen Gemeinde getroffen sowie Gespräche mit dem Imam einer Koranschule sowie mit Vertretern der jüdischen Gemeinde von Buchara (Buchara-Juden) geführt. Weitere Programm­punkte können eine Weinprobe in Samarkand und, je nach Spielplan, der Besuch einer Opernaufführung in Taschkent sein. Ein Abendessen in einem familien­geführten Restaurant ist inzwischen fester Bestandteil unserer Reisen.

Unsere Partneragentur beschäftigt sehr qualifizierte, Deutsch sprechende Guides.

Das Hotelangebot hat sich in den letzten Jahren deutlich ausgeweitet und bietet einen guten westlichen Standard. Die meisten der von uns benutzten Hotels sind zentral gelegen. Abendliche Unternehmungen auf eigene Faust sind daher gut möglich. Usbekistan Airways, die 3 x wöchentlich in 6 Stunden nonstop von Frankfurt aus nach Taschkent fliegt, ist unsere erste Wahl bei den Flügen. Alternativ gibt es auch Verbindungen ab vielen deutschen Flughäfen mit Turkish Airlines und mit Aeroflot (jeweils mit Umsteigen in Istanbul bzw. Moskau), jedoch mit weniger günstigen Flugzeiten.

Aus klimatischen Gründen ergibt sich die beste Reisezeit von Ende März bis Mitte Juni und von Ende August bis Anfang November. Die Programme zeichnen sich durch einen ruhigen Reiserhythmus aus mit meist zwei Übernachtungen in den einzelnen Städten. Ein Visum ist für die Einreise erforderlich, das von ECC eingeholt wird.

Wir beraten Sie gerne bei der Planung Ihrer eigenen Gruppenreise nach Usbekistan. Ein aktuelles Reiseprogramm finden Sie in unserem Online- und Printkatalog. Dieses passen wir gerne Ihren Wünschen an. In unserer Fotogalerie finden Sie Fotos von Usbekistan.

Für das Interesse an Usbekistan und das gute Miteinander während der Reise möchte ich mich bei allen Teilnehmern ganz herzlich bedanken. 

Gisela Matheis