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Informationsreise nach Yunnan und Sichuan - Ein kurzer Rückblick!

Yunnan: Songtzeling-Großkloster in Shangri-La

Wenn man an Reisen nach China denkt, kommen einem sofort Peking, Xian, Guilin, Shanghai, eine Jangze-Schifffahrt und Hongkong in den Sinn. Auch Tibet ist eines der ganz besonderen Reiseziele in China.

Auf unserer diesjährigen November Fern-Inforeise haben wir die südlich gelegenen Regionen Sichuan und Yunnan kennengelernt. Zwei Regionen, die europäischen Fernreisenden vielleicht noch weniger bekannt, aber in China sehr beliebte Ausflugsziele sind. Das an den Grenzen zu Vietnam, Laos und Myanmar liegende Yunnan gehört zu den Ausläufern des tibetischen Plateaus auf 2.000 bis 3.500 m, die höchsten Berge erreichen bis 4.500 m Höhe. Die Vielvölkerprovinz war früher Handelsstation zwischen Tibet und Südostasien. Eine Region, in der die Städte noch nicht die Größe anderer chinesischen Megametropolen erreicht haben und die alten Stadtkerne, wenn z.T. auch wiederaufgebaut, erhalten sind. Alte chinesische Holzarchitektur mit viel Charme in einer bezaubernden, grünen Berg- und Seenlandschaft. Dazu gibt es Naturphänomene zu sehen wie den Steinwald von Shilin oder die 15 km lange Tigersprungschlucht mit einem Höhenunterschied von fast 4000 m, durch die der Jangze fließt.

In Shangri-La, der nach dem in James Hiltons Roman paradiesischen, fiktiven benannten Stadt auf 3.300 m Höhe, ist das tibetische Kloster Songtzelin der ganz große Höhepunkt. Der tibetische Buddhismus bzw. Lamaismus hat sich vom tibetischen Hochland nach Ladakh in Indien, nach Nepal, Bhutan, ins südwestliche China (Yunnan und Sichuan) und sogar bis in die heutige Mongolei ausgebreitet.

Yunnan hat zahlreiche Bevölkerungsminoritäten wie z.B. die Yan, Hou, Zhou, Naxi und die Tibeter, die zwischen dem modernen China und ihren alten Traditionen stehen. Wie bunt und dicht das Leben hier ist, sieht man am besten auf den sehr lebendigen und üppigen Märkten. Ein so reichhaltiges und für uns auch oft skurriles Angebot sieht man wahrscheinlich nirgendwo sonst auf der Welt.

Neben Natur, Kultur und den vielen anderen Sehenswürdigkeiten bekommt man aber auch mit, wie zügig und umfangreich die Infrastruktur in China wächst. Brücken, Straßen, Eisenbahnen, Flughäfen und Hochhäuser werden mit großen Erdbewegungen im Eiltempo gebaut. Zudem sind alle Sehenswürdigkeiten perfekt erschlossen. Überall gibt es Besucherzentren, Touristen-Shuttle-Busse, großzügige Toilettenanlagen und zahllose Stände für Souvenirs und Essen.

Trotz November und Nebensaison war die (wachsende) chinesische Mittelschicht touristisch zahlreich unterwegs. Europäer gab es nur vereinzelt zu sehen. Eine hochinteressante Gegend, die in der Programmreihenfolge Kunming, Shilin, Yuanyang, Dali, Lijiang, Shangri-La perfekt angelegt ist, weil von Station zu Station an Höhepunkten ansteigend.

Einen Bruch gab es dann mit dem Flug nach Chengdu in der Region Sichuan. Nicht qualitativ, sondern bezüglich der Klimazone (nur 500 m) mit der feuchten Luft und dem häufigen Nebel. Hier stehen vor allem die buddhistischen Besichtigungsschwerpunkte im Vordergrund! Von den Besuchen des heiligen Berges Emeishan, der Riesenbuddhastatue von Leshan sowie des Skulpturenparks von Dazu, ragte letzterer heraus. Dazu ist wohl eines der großartigsten buddhistischen Denkmäler (9-11. Jh.) Chinas. Ein unbedingtes Muss, das auch die weite Anreise von Leshan bzw. Chengdu (290 km/230 km) rechtfertigt. In Chengdu sollte man dann auch noch einen Tag verbringen, um z.B. die Panda-Aufzuchtstation zu sehen.

Dank der hervorragenden chinesischen Infrastruktur lässt sich eine Yunnan/Sichuan Reise auch mit anderen interessanten Ziele in China verbinden: Peking, eine Jangze-Flussfahrt, Guilin, Hongkong oder auch Tibet wären einige der Möglichkeiten.

Die Hotels in den beiden Regionen sind gut bis sehr gut und in Dali, Lingjiang und Shangri-La auch so zentral gelegen, dass man sofort in der Altstadt ist. Die Abendessen sind, wie praktisch überall in China, außerhalb der Hotels in lokalen Restaurants vorgesehen, was für sehr viel Abwechslung und meist sehr gute Qualität sorgt. Mit unseren beiden Guides in Yunnan und Sichuan waren wir einmal zufrieden und einmal sehr zufrieden. In den beiden Regionen gibt es generell nicht viele deutsch sprechende Guides, deshalb sollte man frühzeitig buchen.

Die beste Reisezeit ist das Frühjahr (Reisterrassen) und der Herbst, wobei es in den Herbstnächten sehr abkühlen kann und das Thermometer (vor allem in der Höhe) von über 20 Grad auf bis 0 Grad und darunter sinken kann.

Ich berate Sie gerne bei der Planung einer Gemeindereise/Gruppenreise nach China und erstelle Ihnen ein Angebot!

In unserer Fotogalerie und der Rubrik Youtube Videos finden Sie die fotografischen Eindrücke unserer Informationsreise nach Yunnan und Sichuan. Einen Programmvorschlag für Yunnan und Sichuan können Sie im Online-Katalog einsehen.

Bei den Reiseteilnehmern und Reiseteilnehmerinnen unserer Gruppe bedanke ich mich für das herzliche Miteinander, das sehr zum Gelingen der Reise beigetragen hat.

Guido Völkel