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Neuigkeiten und Hinweise

Rückblick einer Reise nach Tschechien!

 

Vom Aussichtspunkt unterhalb des Strahovklosters bietet sich ein wunderschöner Blick über Prag, das sich leider an diesem Tag noch nicht golden, sondern ziemlich grau und regnerisch präsentierte. Der erste Besichtigungstag in Prag widmete sich ganz dem linken Ufer der Moldau, der Kleinseite und der Prager Burg, dem Hradschin. Zu  Fuß ging es vom Altstädter Ring zu den barocken Gärten des Waldstein-Palais, weiter zur ebenfalls barocken St. Nikolauskirche und zur berühmten Karlsbrücke aus dem 14. Jh. Mit der Straßenbahn ging es anschließend zum Strahovkloster, das für seine Bibliothek bekannt ist, und von dort – nach kurzem Aufenthalt am Aussichtspunkt – weiter zur Burg. Wir sahen den Königspalast mit dem Fenster, in dem sich 1618 der zweite Prager Fenstersturz ereignete, die romanische Georgsbasilika und den Veitsdom, der sich majestätisch in der Mitte des dritten Burghofs erhebt und dessen Bauzeit vom 14. Jahrhundert bis 1929 dauerte. Den Abschluss bildete ein Spaziergang durch das überraschend leere Goldene Gässchen.

Die flache, waldreiche Landschaft Südböhmens war unser Ganztagesausflugsziel am nächsten Tag. Malerisch in einer Schleife der an dieser Stelle noch sehr schmalen Moldau, liegt das kleine Städtchen Cesky Krumlov (Krumau) mit schön restaurierten Häusern aus Renaissance und Barock und der imposanten Burg, der nach dem Hradschin zweitgrößten des Landes. Danach ging die Fahrt weiter zum „böhmischen Neuschwanstein“, Schloss Hlubocká, das ursprünglich im 13. Jh errichtet wurde, aber Mitte des 19. Jahrhunderts im damals wieder modernen englischen Tudorstil umgebaut wurden. Auf der Rückfahrt nach Prag gab es noch einen kurzen Halt in dem kleinen, unter UNESCO-Schutz stehenden Dorf Holosovice, das als schönstes Beispiel des „Bauernbarock“ gilt.

Der dritte Besichtigungstag war dem rechten Moldauufer gewidmet und begann mit dem jüdischen Viertel, der Josefstadt. Wir besichtigten die älteste und heute noch genutzte Altneusynagoge, die Pinkassynagoge, die als Mahnmal dient, den jüdischen Friedhof, die Klausensynagoge mit Ausstellung zu jüdischen Traditionen, und die Spanische Synagoge aus dem 19. Jh. Der Nachmittag gehörte der Altstadt mit dem Rathaus und der bekannten Astronomischen Uhr am Altstädter Ring, einem Blick in die Theynkirche, zum Graben mit dem schönen Jugendstil-Gemeindehaus und weiter bis zum Wenzelsplatz.

Die Kurbäder Marienbad und Karlsbad im Nordosten Tschechiens waren und sind über die Landesgrenzen hinaus bekannt und berühmt. Obwohl beide Städte den gleichen „Zweck“ erfüllen, könnte der Kontrast zwischen beiden kaum größer sein – Marienbad ruhig und eher verträumt, Karlsbad quirlig und mondän, aber beide sehr sehenswert.

Der letzte Tag begann gemütlich mit einer zweistündigen Schifffahrt auf der Moldau, danach ging es in den Vorort Troja zum gleichnamigen barocken Jagdschlösschen. Einen schönen Abschluss fand der Tag – bei inzwischen herrlichem Wetter - bei einem Glas tschechischen Wein im nahegelegenen Weinberg der hl. Klara.

Als weiteren Besichtigungspunkt in Prag empfiehlt sich das ruhige Agneskloster am Moldauufer mit einer sehenswerten Ausstellung mittelalterlicher christlicher Kunst. Tschechien eignet sich gut als Ziel für eine Bus- oder Zugreise, aber natürlich sind auch Flüge nach Prag möglich. Neben einer Standortreise Prag mit Tagesausflügen bietet ECC-Studienreisen auch Programme für eine klassische Rundreise an. Wir erstellen Ihnen gerne ein Angebot!

Brita Langen