Beste Reisezeiten

Die besten Reisezeiten für Ihre Gruppen-Kulturreise

Über die beste Reisezeit für Frankreich gibt es keine Pauschalaussage, denn es kommt drauf an, wohin man fährt. Zwischen dem stürmischen Ärmelkanal im Norden und der strahlenden Mittelmeerküste im Süden liegen meteorologisch gesehen Welten. Wer also über die Beste Reisezeit für Gruppenreisen nach Frankreich nachdenkt, sollte seine Entscheidungen nicht dem Wetterbericht überlassen, sondern strategisch planen. 

Norden – Mai bis Ende September: Windjacke ja, Regenschirm vielleicht

Die nordfranzösischen Regionen – Normandie, Bretagne, Hauts-de-France – glänzen zwischen Mai und Ende September mit bester Laune und mildem Klima. Der Frühling startet frisch, aber freundlich: Temperaturen von 15 bis 20 Grad, die langsam auf 22 bis 25 Grad im Juli und August klettern, ohne den Besucher in eine Schweiß-Apokalypse zu treiben. Perfekte Bedingungen, um Mont-Saint-Michel zu bestaunen, durch Hafenstädte wie Honfleur zu schlendern oder – für Mutige – die Ärmelkanalwellen zu testen.

Regen gibt es, aber eher als kurze, überraschende Stippvisite, nicht als Dauerprogramm. Wer abends draußen essen möchte, packt eine dünne Jacke ein und fühlt sich sehr französisch, wenn die Sonne bis spät am Himmel bleibt. Für Gruppenreisen und Gemeindereisen nach Frankreich ist der Norden in dieser Phase ein Volltreffer: angenehme Temperaturen, moderate Touristenmassen und Kultur satt – von gotischen Kathedralen über Schlösser bis zu D-Day-Stränden.

Süden – Anfang Mai bis Ende Juni & September bis Oktober: Sonne ja, Sahara nein

Der Süden Frankreichs – Provence, Côte d’Azur, Languedoc, Okzitanien – steht für Lavendelfelder, türkisblaues Meer und Autos, deren Klimaanlagen ab Juli um ihr Leben kämpfen. Genau deshalb gilt dort eine andere Regel: Die besten Monate sind Anfang Mai bis Ende Juni sowie September und Oktober. In dieser Zeit liegen die Temperaturen goldrichtig: 22 bis 28 Grad am Tag, laue 17 bis 20 Grad am Abend und eine Regenwahrscheinlichkeit, die man problemlos ignorieren darf.

Erst wenn der Juli anklopft, verwandelt sich die Mittelmeerküste in einen Glutofen – 30 bis 35 Grad sind keine Seltenheit, und der Asphalt dampft. Wer Kultur sehen will, ohne ins Schwitzen zu kommen, kommt lieber davor oder danach: ein römisches Theater in Orange, der Papstpalast in Avignon, Parfümateliers in Grasse – und das alles ohne Touristenstaus und überhitzte Reisebusse. Genau aus diesem Grund gilt der Süden in diesen Monaten zurecht als beste Reisezeit für Kulturreisen nach Frankreich.