MYANMAR - Reiseprogramm für Gruppenreisen-Kulturreisen und Gemeindereisen
Preiskategorie VIII
| €-Preiskategorien | |
|---|---|
| unter I | unter € 1.000,-- |
| I | € 1.000,-- bis € 1.250,-- |
| II | € 1.250,-- bis € 1.500,-- |
| III | € 1.500,-- bis € 1.750,-- |
| IV | € 1.750,-- bis € 2.000,-- |
| V | € 2.000,-- bis € 2.250,-- |
| VI | € 2.250,-- bis € 2.500,-- |
| VII | € 2.500,-- bis € 3.000,-- |
| VIII | € 3.000,-- bis € 3.500,-- |
| IX | € 3.500,-- bis € 4.000,-- |
| X | € 4.000,-- bis € 4.500,-- |
| XI | € 4.500,-- bis € 5.000,-- |
| über XI | über € 5.000,-- |
Das bis vor kurzem nur wenig bereiste Myanmar ist nach wie vor eines der geheimnisvollsten Länder der Erde. Mit der Ausdehnung von den tropischen Küstentiefländern bis zu den Ausläufern des Himalaya im Norden bietet es eine unerschöpfliche Fülle landschaftlicher Schönheiten und noch völlig intakter Fauna und Flora. Das größte Reisanbaugebiet der Welt, das dicht besiedelte Tiefland des Ayeyarwady, bestimmt mit bunten Dörfern und ländlichen Heiligtümern das Innere des Landes. Nach Jahrhunderten unter chinesischer und mongolischer Herrschaft - und von 1866 bis 1948 als Birma unter britischer Kolonialherrschaft - werden zahlreiche Baudenkmäler, vor allem die buddhistischen Zentren der Hauptstadt Yangon, von Bagan und Mandalay heute immer mehr zu Anziehungspunkten. Zwischen goldenen Kuppeln, zahlreichen Pagoden und beginnender Moderne versuchen sich die Volksgruppen der Karen, Shan und Mon zu behaupten. Nach der Wahl der Opposition ins Parlament 2011 gibt die EU Sanktionen gegen das Land auf, die Menschen im Land sowie die Weltgemeinschaft hoffen auf eine rasche Demokratisierung im ehemaligen Militärstaat.
Kulturreise nach Myanmar – Pagoden, Palästen und Panoramablicke
Myanmar liegt eingebettet zwischen den Ländern China, Indien, Laos, Thailand und Bangladesch. Das Landschaftsspektrum reicht von den tropischen Küstenregionen des Südens bis zu den teils unzugänglichen Berglandschaften im Norden. Fruchtbare Ebenen entlang des mächtigen Ayeyarwady-Flusses, der das Land von Nord nach Süd durchzieht, prägen das geografische Rückgrat.
Kulturell steht Myanmar in der Tradition des Buddhismus, dessen Spuren sich in zahllosen Klöstern, Pagoden und Heiligtümern finden. Die koloniale Vergangenheit, die jahrzehntelange politische Isolation und der schrittweise Öffnungsprozess der letzten Jahre bilden den Rahmen für eine Gesellschaft im Wandel. Eine Gruppenreise durch Myanmar ist eine Reise durch Geschichte, Geografie und spirituelle Dimensionen – oft verwoben, selten eindeutig, stets eindrucksvoll.
Mandalay – Das Herz der königlichen Vergangenheit
In Mandalay, der einstigen Hauptstadt des letzten burmesischen Königreichs, lässt sich die kulturelle Tiefe des Landes besonders eindrucksvoll erleben. Im Zentrum steht die Mahamuni-Pagode, die eines der verehrtesten Buddha-Bildnisse des Landes beherbergt. Mehrmals täglich bringen Gläubige hauchdünne Goldblättchen auf dem Antlitz der Statue auf, wodurch sich über die Jahrzehnte ein dicker Schimmer aus Gold gebildet hat. Das Ritual ist mehr als nur Ausdruck von Frömmigkeit, es ist Teil eines kollektiven kulturellen Gedächtnisses, das tief im Alltag verwurzelt ist.
Nur einen Steinwurf entfernt steht die Kuthodaw-Pagode. Hier befindet sich, was als das „größte Buch der Welt“ gilt: 729 Marmortafeln, auf denen der Pali-Kanon des Theravāda-Buddhismus in Stein gemeißelt ist. Umgeben von kleinen Pagoden, die jede einzelne Tafel schützen, wirkt das Gelände wie ein stiller Tempel der Schrift, ein Monument religiöser Pedanterie und geistiger Tiefe.
Weniger bekannt, aber architektonisch ähnlich eindrucksvoll, ist die Sandamuni-Pagode, deren weiße Stupas eine fast hypnotische Wirkung entfalten. Sie beherbergt weitere Marmortafeln sowie ein gusseisernes Buddha-Bildnis, das ursprünglich im Mandalay-Palast stand. Wer das spirituelle mit dem ästhetischen Erleben verbinden möchte, findet hier einen Ort stiller Intensität.
Etwas außerhalb des Stadtzentrums liegt das Shwenandaw-Kloster, ein ehemaliger Teil des Mandalay-Palastes. Das komplett aus Teakholz erbaute Bauwerk wurde im 19. Jahrhundert dem Palastkomplex entnommen und als Kloster wiedererrichtet. Seine fein geschnitzten Wände und Decken erzählen Geschichten aus dem Leben Buddhas. Es ist eines der wenigen erhaltenen Holzgebäude der königlichen Ära und vermittelt ein Gefühl für die einstige Opulenz und zugleich für die spirituelle Askese, die das religiöse Leben prägte.
Kulturreise nach Myanmar: Spuren vergangener Reiche in Inwa
Die alte Königsstadt Inwa, südlich von Mandalay, gilt als stiller Zeuge der einstigen Glorie myanmarischer Königreiche. In einem ländlichen Umfeld gelegen, erreicht man die verstreut liegenden Ruinen oft per Pferdekutsche. Das Bagaya-Kloster, ebenfalls aus Teakholz erbaut, beeindruckt durch seine schlichte Würde und massive Struktur. Mit seinen über 200 hölzernen Säulen wirkt es wie ein Bollwerk gegen Vergänglichkeit.
Nur wenige Kilometer entfernt erhebt sich der Nanmyin-Wachtturm, das letzte stehende Relikt des einstigen Palastes. Der schiefe Turm wirkt wie ein mahnendes Denkmal für die Gewalt der Erdbeben, die Inwa immer wieder heimsuchten, aber auch für den Widerstandswillen seiner Bewohner, die bis heute an der historischen Bedeutung der Stadt festhalten.
Ein Blick in die Ferne vom Mount Popa
Ein Ausflug im Rahmen einer Gruppenreise nach Myanmar zum Mount Popa führt nicht nur geographisch, sondern auch spirituell in andere Höhen. Der erloschene Vulkan erhebt sich aus der Ebene wie ein dunkler Monolith und gilt als Wohnsitz der Nats – spiritueller Wesen, die im Volksglauben eine wichtige Rolle spielen. Auf dem Gipfel thront ein Kloster, das über eine steile Treppe mit mehr als 700 Stufen erreichbar ist. Die Aussicht von oben reicht über grüne Hügelketten bis zum Horizont, während Affen sich in den Balustraden tummeln und Händler an den Hängen Souvenirs und Opfergaben anbieten.
Begegnungsreise nach Myanmar: Kalaw – Im Hochland der Palaung
Weiter südlich liegt Kalaw, ein ehemaliger britischer Höhenkurort in den Shan-Bergen. Die kühleren Temperaturen und der koloniale Charme alter Villen prägen das Stadtbild. In den umliegenden Hügeln leben ethnische Minderheiten wie die Palaung und Pa-O. Wanderungen durch Teeplantagen und Pinienwälder führen in Dörfer, in denen die Zeit stillzustehen scheint. Der Kontakt zur lokalen Bevölkerung erfolgt meist über Dolmetscher, ist aber oft von einer Herzlichkeit geprägt, die mehr über das Land sagt als jede archäologische Stätte.
Bootsfahrt auf dem Inle-See
Der Inle-See im Shan-Staat gilt als eines der landschaftlichen und kulturellen Höhepunkte Myanmars. Auf einem Ausflug mit dem Langboot erschließt sich die besondere Lebensweise der Intha, der „Menschen vom See“. Ihre Dörfer sind auf Stelzen errichtet, Gärten treiben auf dem Wasser, und gefischt wird im Stehen, mit einem Bein um das Ruder geschlungen, das andere für Balance und Bewegung. Dieses ikonische Bild hat sich zum Symbol einer Kultur entwickelt, die sich der Umgebung angepasst hat, ohne sie zu zerstören.
Am westlichen Ufer des Sees erhebt sich die Phaung-Daw-U-Pagode. Fünf kleine Buddha-Figuren, deren ursprüngliche Form unter dicken Goldschichten kaum noch zu erkennen ist, bilden das Zentrum des Heiligtums. Alljährlich im September oder Oktober werden sie auf einer prunkvollen Barke über den See gefahren – ein Spektakel, das Gläubige aus dem ganzen Land anzieht.
Gruppenreise nach Myanmar: Kyaiktiyo – Der goldene Fels
Als bedeutendster Wallfahrtsort des Landes gilt Kyaiktiyo, besser bekannt als der „Goldene Fels“. Ein großer Granitblock balanciert auf einem Felsvorsprung, angeblich gehalten nur durch ein Haar Buddhas. Der Fels ist vollständig mit Blattgold bedeckt, das Gläubige seit Jahrhunderten auftragen. Der Weg dorthin ist beschwerlich: Zunächst per Lastwagen durch die Berge, dann noch ein Fußmarsch zum Heiligtum. Doch die Anstrengung wird belohnt – nicht nur durch die Aussicht, sondern durch die stille Atmosphäre, die in der Abenddämmerung den Ort einhüllt.
Bago – Erinnerungen an ein mächtiges Reich
Die Stadt Bago, einst Zentrum eines bedeutenden Mon-Reiches, liegt auf halbem Weg zwischen Yangon und Kyaiktiyo. Eine Attraktion ist der Shwethalyaung-Tempel mit seiner 55 Meter langen liegenden Buddha-Statue. Ihre Proportionen und die Detailtreue des Gesichts lassen den Einfluss der südostasiatischen Kunsttraditionen deutlich werden. Ein paar Straßen weiter steht der rekonstruierte Kamboza-Thadi-Palast, ein Versuch, die Pracht der Herrscherzeit wieder sichtbar zu machen. Die goldverkleideten Dächer und hölzernen Hallen wirken weniger authentisch als symbolisch. Sie sind Ausdruck eines nationalen Gedächtnisses, das sich immer wieder neu erfindet.
Studienreise nach Myanmar: Yangon – Zwischen Kolonialerbe und Moderne
Den Abschluss iner Studienreise nach Myanmar bildet ein Besuch in Yangon, der größten Stadt des Landes. Zwischen Stau, Straßengarküchen und neuen Hochhäusern finden sich Relikte der britischen Kolonialzeit: viktorianische Gebäude mit bröckelnden Fassaden, breite Boulevards, die an ein anderes urbanes Zeitalter erinnern. Im kolonialen Stadtviertel am Flussufer scheint die Zeit eingefroren, auch wenn Banken, Cafés und Künstlerateliers inzwischen neues Leben in alte Mauern bringen.
Einen Kontrast dazu bildet die Chauk-Htat-Gyi-Pagode, die mit einer monumentalen liegenden Buddha-Statue aufwartet. Die Figur ist über 60 Meter lang, das Gesicht fein geschminkt, die Fußsohlen mit 108 Symbolen verziert. Weniger touristisch, aber dafür umso lebendiger präsentiert sich der Bogyoke-Markt. Händler bieten dort Jade, Seide, Antiquitäten und Alltagswaren an – ein Spiegelbild der ökonomischen Spannbreite des Landes.
Beste Reisezeit für Gruppenreisen und Studienreisen nach Myanmar
Myanmar unterliegt dem tropischen Monsunklima, das sich in drei Jahreszeiten unterteilen läßt.
In den Monaten von November bis Februar – der Trockenzeit - unterliegt Myanmar dem Einfluß des Nordostmonsun, der von Zentralasien kommend, trocken und kühles, aber auch sehr sonniges Klima beschert.
Im Zeitraum von März bis Mai wird es dann sehr heiß.
Die dritte Jahreszeit – die Regenzeit - von Mai bis Oktober unterliegt dem Südwestmonsun, der vom Golf von Bengalen für hohe Luftfeuchtigkeit und gemäßigte Temperaturen sorgt.
Im Sommer besteht ein hohes Risiko tropischer Wirbelstürme.
In der Regenzeit von Mai bis Oktober kommt es zu reichlichen Niederschlägen in höher gelegenen, westlichen Regionen. In Hochlagen über 2000 m tritt mitunter Schneefall auf. Die niederschlagsreichste Zeit liegt im Monat Juli und August.
Auch die Trockenzeit kennt Niederschläge. Gerade in Gebirgsregionen im Osten und Norden als auch an der Küste ist die Niederschlagswahrscheinlichkeit sehr hoch. Spitzenwerte sind hier 2500 mm Niederschlag im Jahr in Rangun und 4.800 mm Jahresniederschlag in Moulmein. Das tiefer gelegene Landesinnere ist weitgehend von Gebirgen geschützt und weist mit 600 mm in Mandalay und 400 mm im Irawadibecken kaum Regenfall auf.
Die Durchschnittstemperaturen in mittleren Regionen betragen 25°C in Dezember und Januar und 30°C im April. Die Höchsttemperaturen liegen bei über 40°C, die Tiefstwerte kaum unter 15°C. Nur im Norden Myanmars und in höheren Lagen kommt es zu Temperaturen 7°C bis 9°C. Im Winter bilden sich in Gebieten über 1000m Schneedecken aus.
Die beste Reisezeit für Myanmar liegt im Zeitraum zwischen Oktober und Februar. Die Temperaturen sind angenehm und zu Niederschlag kommt es nur selten.
Der Nordwesten Myanmars ist auch noch in der Zeit von März bis Mai zu bereisen, während die Temperaturen in den anderen Landesteilen bereits sehr heiß sind.
In der Regenzeit von Mai bis Oktober ist eine Reise nach Myanmar nicht zu empfehlen. Dann regnet es beständig, teilweise sehr stark, während das Klima unangenehm schwül wird. Die Verkehrswege sind gesperrt oder sogar unpassierbar.
Fragen Sie Ihre Gruppenreise bei uns an, wir beraten Sie kompetent und unterbreiten Ihnen ein kostengünstiges Angebot. Auf unserer Länderseite Myanmar finden Sie weitere Informationen und einen Link zum Progrmam im Onlinekatalog.
Reiserouten, Vorschläge und Sehenswürdigkeiten für Ihre Gruppen-Kulturreise nach Myanmar im Überblick
Sehenswürdigkeiten: Mandalay, Mingun, Bagaya-Kloster, Amarapura, Sagaing Hill, Inwa, U-Bein-Brücke, Puppenschow, Ayeyarwady, Schiffsfahrt, Bagan, Ballon-Fahrt, Wetkyi-in , Shwezigon-Pagode, Ananda-Tempel, Mount Popa, Kalaw, Nyaung Shwe, Inle-See, Phaung-Daw-U-Pagode, Indein, Paykone, Heho, Yangun, Rangun, Goldener Felsen, Kyaiktiyo, Bago, Sule-Pagode, Shwedagon-Pagode