KALABRIEN - Reiseprogramme für Gruppenreisen, Studienreisen und Gemeindereisen
"Bella Calabria" - Antike und Gegenwart, Gastfreundschaft und Tradition an der Stiefelspitze Italiens
Preiskategorie II
| €-Preiskategorien | |
|---|---|
| unter I | unter € 1.000,-- |
| I | € 1.000,-- bis € 1.250,-- |
| II | € 1.250,-- bis € 1.500,-- |
| III | € 1.500,-- bis € 1.750,-- |
| IV | € 1.750,-- bis € 2.000,-- |
| V | € 2.000,-- bis € 2.250,-- |
| VI | € 2.250,-- bis € 2.500,-- |
| VII | € 2.500,-- bis € 3.000,-- |
| VIII | € 3.000,-- bis € 3.500,-- |
| IX | € 3.500,-- bis € 4.000,-- |
| X | € 4.000,-- bis € 4.500,-- |
| XI | € 4.500,-- bis € 5.000,-- |
| über XI | über € 5.000,-- |
Kalabrien: Interessante Antike - lebendiges Mittelalter - bewegende Gegenwart
Preiskategorie II
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Kompakt und Preiswert: Die Stiefelspitze Italiens entdecken
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Eine Rundreise durch das pittoreske Kalabrien läßt eintauchen in einen eigenen einzigartigen mediterranen Kosmos, der von der frühen Magna Graecia und dem byzantinisch-griechisch-orthodoxen Kulturraum geprägt ist. Die reizvolle Landschaft mit immer wieder wechselnden Waldgebirgen, Weinbergen, naturbelassenen Buchten und Stränden begeistert. Der berühmte Mathematiker Pythagoras und Herodot, der "Vater der Geschichte", lehrten in den antiken Stätten Thurioi, Crotone und Sybaris. Von Sarazenen, Normannen, Staufern, Anjou und Aragonesern zeugen zahlreise Bauten inmitten einer ebenso rauen wie faszinierenden Gebirgs- und Küstenlandschaft. Auch nach der normannischen Eroberung im 11. Jahrhundert blieb die griechische Kultur lebendig und wurde später ein Impulsgeber der Florentiner Renaissance. Großartige Kathedralen und Wallfahrtskirchen sowie Rossano als jahrhundertelanges politisches und religiöses Zentrum byzantinischen Mönchtums erfreuen die an Kultur, Kunst und Religion interessierten Reisenden. Die aus Athen stammenden und an der Ionischischen Küste versunkenen Bronzekrieger von Riace in Reggio di Calabria sind Höhepunkte einzigartigen Kunsthandwerks und zeitloser Schönheit.
Gruppenreise durch Kalabrien: Italiens malerischer Süden
Kalabrien an der Stiefelspitze Italiens ist eine wunderbar mediterrane Region, die Geschichte dieses Landstrichs ist reich und wechselhaft. Schon in der Steinzeit lebten hier Menschen, die ersten Siedler waren Griechen, die dort im 8. Jahrhundert Kolonien gründeten - mit so wichtigen und florierenden Städten wie Kroton (in der Pythagoras lehrte), Sybaris oder Rhegion, die zur Magna Grecia zählten. Später eroberten die Römer die Region, die ab diesem Zeitpunkt Regio III Lucania et Bruttii heißen sollte. In Laufe der Jahrhunderte besetzten unter anderem Byzantiner, Sarazenen, Normannen, Anjou und Aragonier Kalabrien – bis im 18. Jahrhundert die Bourbonen die Macht errangen. Viele Zeugnisse sind aus diesen ganz alten und alten Zeiten erhalten.
Gruppenreise durch Kalabrien – antike Schätze
Wer auf einer Gruppenreise durch Kalabrien unterwegs ist, erhält faszinierende Einblicke in diese in religions- und kulturhistorischer Hinsicht so spannende Geschichte in einer gleichzeitig landschaftlich abwechslungsreichen Gegend. Antike Schätze finden sich zum Beispiel in Sybaris am Golf von Tarent. Das fruchtbare Land und der Handel war es, was die die Sybariten reich gemacht hatte – ein Reichtum, der sich in einem opulenten Lebensstil ausgedrückt hatte. Die archäologische Grabungsstätte lässt noch erahnen, wie die früheren Bewohner dieser um 720 vor christlicher Zeitrechnung gegründeten, antiken Stadt gelebt haben müssen.
Beeindruckend sind die Ruinen der antiken Küstenstadt Skylletion, einst ebenfalls Teil der Magna Graecia, eine Stadt, die von einer athenischen Kolonie gegründet wurde: Der archäologische Park inmitten eines Olivenhains in der Gemeinde Borgia lässt die Vergangenheit der späteren römischen Kolonie Scolarium wieder aufleben. Was uns die Römer hinterlassen haben, ist beeindruckend, und nicht umsonst ist der Park der wichtigste seiner Art in Kalabrien: Das Forum mit dem prachtvollen Backsteinpflaster zum Beispiel, das alte Theater, das Cesareum, Thermalbäder, Kapitol, Nekropole, Springbrunnen… – ein einzigartiges Ziel auf einer Kulturreise durch Kalabrien. Und nicht nur das, bekannt ist das Gelände auch für andere kulturhistorische Perlen – wie etwa die Ruine der normannischen Basilika, ein imposantes Bauwerk und eine der größten Sakralbauten in Kalabrien. Das alte Gemäuer mit Elementen orientalischer und byzantinischer Architektur stammt aus dem 11. Jahrhundert; bis heute stehen geblieben sind die mächtigen Mauern des Kirchenschiffs, die linke Apsis, das Fassadenfenster und verschiedene Nischen.
Kalabrien: Gemeindereise zu religiösen Schauplätzen und alten Stätten
Bestens erhalten hingegen ist die normannische Kathedrale von Tropea am Tyrrhenischen Meer, St. Maria von Romania, die im 12. Jahrhundert geweiht wurde. Viele Jahrhunderte später wurde sie zur Barockkirche umgewandelt, nach einem schweren Erdbeben im 20. Jahrhundert jedoch wieder zurückgebaut. Die prachtvolle Kathedrale hütet einige religiöse Schätze wie das große Schwarze Kruzifix oder auch Reliquien der Heiligen Domenica. Tropea mit seiner pittoresken Altstadt ist uralt: Schon im 1. Jahrhundert nach Christus war sie - wie überliefert ist - unter dem Namen „Herkuleshafen“ bekannt. Eine individuelle Gemeindereise durch Kalabrien führt gern auch nach Locri, und auch hier stehen kulturhistorisch einzigartige Zeugnisse im Mittelpunkt. Nahe der heutigen Stadt liegt das antike Locri, einst eine griechische Siedlung aus dem 7. Jahrhundert vor Christus. Bekannt als wohlhabende Stadt, künden noch heute die Reste der Stadtmauer, des Theaters, einiger Tempel und viele andere Relikte vom Leben in der Antike. Etliche beeindruckende Funde sind im nahen Museum, dem „Antiquarium di Locri“, ausgestellt.
Studienreise durch Kalabrien – hier lebt das Mittelalter
„Bella Italia“ und vor allen Dingen mittelalterlich geht es in Gerace aus dem 10. Jahrhundert zu, eines der schönsten Dörfer des Landes. Und das nicht ohne Grund: Der Ort hat sich seinen authentischen Charakter und seine historische Struktur auf eine einzigartige Weise bewahren können und die alten Gassen mit den beeindruckenden Gebäuden versetzen die Besucher der Stadt in frühere Zeiten: Wer auf einer Studienreise nach Kalabrien nach Gerace kommt, vollzieht eine Zeitreise, wenn er das Porta del Sole, ein altes Stadttor, durchschreitet. Alte Adelssitze mit pompösen Portalen, Reste der Festung, die Piazza del Tocco, das alte Parlament und die Piazza Tribuna gehören dazu.
Mächtig ist die normannische Kathedrale Santa Maria Assunta, die auf einem Plateau errichtet wurde, eine Schönheit die Kirche St. Franziskus aus dem 12. Jahrhundert, beeindruckend die normannische Kirche Santa Carina. Wunderschön ist auch Stilo zu Füßen des Monte Consolino geprägt durch normannische und byzantinische Einflüsse. Bekannt ist die Kirche Cattolica di Stilo aus dem 10. Jahrhundert, ein byzantinischer Kreuzkuppelbau mit dem Grundriss eines griechischen Kreuzes. Der historische Reichtum des Orts mit seiner unvergleichlichen Architektur zeigt sich an prunkvollen Palästen, Kirchen, alten Stadttoren und mächtigen Mauern. Die Cattolica und der Duoemo (Dom) gehören zu den eindrucksvollsten Gebäuden der gesamten Gegend.
Gruppenreise durch Kalabrien - alte Dörfer aus der Zeit der Magna Graeca
Hat im kalabrischen Scilla das gleichnamige, schreckliche Meeresungeheuer aus der Odyssee gelebt? Der Legende zufolge soll der Fischerort im Süden von Kalabrien aus diesem Grund seinen Namen erhalten haben. Wegen seiner Schönheit ist der malerische Ort an der Meerenge von Messina sehr bekannt und wird auf einer Gruppenreise durch Kalabrien gern besucht, insbesondere das Fischerviertel von Chianelea, in dem die Häuser direkt am Meer liegen, und das Castello Ruffo stehen hier im Fokus. Die Festung liegt auf einem Felsen und gilt als das Wahrzeichen des Orts. Die Geschichte des mächtigen Baus beginnt in der Zeit der Magna Graeca und hatte im Laufe der Jahrhunderte viele Funktionen – Vorposten, Kloster, Residenz.
Ein außergewöhnliches Dorf ist in der Tat auch Pentedattilo, lange Zeit ein Geisterdorf und nun wieder belebt, ist nach der Klippe benannt, auf der es steht: Eine große Hand mit fünf Fingern. Eingebettet in eine malerische Landschaft mit dem Ätna und dem Ionischen Meer im Hintergrund reicht die besondere Geschichte des Dorfs bis in das 9. Jahrhundert zurück. Ende des 18. Jahrhunderts verwüstete ein Erdbeben Pentedattilo, was dafür sorgte, dass auch der letzte Einwohner den Ort verließ. Erst in den 1980er Jahren wurde der entvölkerte, alte Ort wiederentdeckt und wiederbelebt. Im Ort stehen noch Reste einer mittelalterlichen Burg, Ruinen eines Dominikanerklosters und die alte Kirche der Heiligen Peter und Paul im byzantinischen Stil mit sehr eindrucksvollen Handwerksarbeiten.
Historische Bauten in einer malerischen Landschaft
Wer auf einer Gemeindereise durch Kalabrien nach Vibo Valentia kommt, wird mit einem atemberaubenden Panoramablick über das Meer und auf die vor Sizilien liegenden Inseln belohnt. Auch die Spitze des Ätnas ist von hier aus zu sehen. Die historische Küstenstadt mit ihrem malerischen historischem Kern und den prachtvollen Adelspalästen liegt auf einer Hochebene und entstand bereits im 6. Jahrhundert vor Christus; Reste dieser antiken Ansiedlung, die früher Hipponion hieß, sind noch heute sichtbar. Als nach den Griechen die Römer hier lebten, zählte Vibo Valentia wegen seines Hafens zu den bedeutenden Städten in Italien. Wahrzeichen der Stadt ist das Castello Normanno Svevo, das im 11. Jahrhundert errichtet wurde und heute das Archäologische Museum beherbergt. Besonders beeindruckend ist der Dom aus dem 17. Jahrhundert im schönsten Barockstil mit seinen gewaltigen Bronzetüren.
Und dann Rossano am Ionischen Meer mit seiner reichen Geschichte, die sich in Bauten wie der Kathedrale Santa Maria Assunta wiederspiegelt. Sie stammt aus dem 12. Jahrhundert, wurde im Laufe der Jahrhunderte jedoch immer wieder verändert. Bekannt ist die Kirche für das Gnadenbild der Mutter Gottes, Maria Achiropita, das – so heißt es – nicht von Menschenhand geschaffen sein soll. Andere Schätze der Stadt sind eine wertvolle Sammlung von Evangelienhandschriften, der sogenannte Codex purpureus Rossanensis, aber auch Kirchen wie die Barockkirche San Nilo, das Oratorium der Panaghia oder – etwas außerhalb – die Kirche Santa Maria del Patire aus dem 12. Jahrhundert. Hier sind noch Ruinen eines einstigen Klosters zu sehen.
Studienreise durch Kalabrien: Die berühmten Bronzestatuen von Ricae
Ganz nah an Sizilien liegt der Badeort Reggio di Calabria, eine Stadt in der gleichnamigen Provinz. Geschichte pur: Nirgendwo in der Region lassen sich die Spuren früherer Zivilisation so lange zurückverfolgen wie hier, nämlich bis in das 8. Jahrhundert vor Christus, als die Stadt noch Rhegion hieß. Viele bedeutende Sehenswürdigkeiten warten darauf, entdeckt zu werden - die Kathedrale etwa, die Maria als der in den Himmel Aufgenommenen geweiht ist. Eine echte Kostbarkeit sind auch die Bronzestatuen von Ricae, die dort im Nationalmuseum zu finden sind, und die als schönste Funde aus griechischer Zeit in ganz Italien gelten. Lange Zeit lagen die je knapp zwei Meter hohen Figuren auf dem Meeresgrund, bis sie in den 1970er Jahren entdeckt wurden. Wen genau die Statuen darstellen, ist nicht bekannt, Theorien gibt es viele. Andere sehenswerte Gebäude sind die Kirche degli Ottimati, die Kirche della Graziella aus dem 17. Jahrhundert im Barockstil und der älteste Sakralbau der Stadt, die Cattolica die Greci. Auf dem nahen Burghügel liegt außerdem das imposante Castello Aragonese.
Beste Reisezeit für Gruppenreisen und Studienreisen nach Kalabrien
Beste Reisezeit für Kalabrien
Kalabrien ist eine faszinierende Region in Süditalien, die mit rauen Küsten, historischen Städten und eindrucksvollen Klöstern zwischen Tyrrhenischem und Ionischem Meer begeistert. Die beste Reisezeit für Kalabrien liegt zwischen April und Juni sowie zwischen September und Oktober, wenn das Klima angenehm mild ist und kulturelle Rundreisen besonders entspannt verlaufen. Gerade Gruppen, die Kirchen, Kathedralen und religiöse Stätten besichtigen möchten, profitieren in diesen Monaten von stabilen Wetterbedingungen und einer angenehmen Atmosphäre.
Der Frühling als ideale Jahreszeit für eine Gruppenreise nach Kalabrien
Der Frühling gilt als optimale Zeit für eine Gruppenreise nach Kalabrien. Bereits ab April steigen die Temperaturen tagsüber auf angenehme 18 bis 24 Grad, während die Landschaft nach den regenreicheren Wintermonaten in sattem Grün erstrahlt. Besonders in den hügeligen Regionen rund um Cosenza und im Nationalpark Aspromonte zeigt sich Kalabrien in dieser Jahreszeit von seiner eindrucksvollsten Seite.
Für kulturinteressierte Reisegruppen bietet der Frühling ideale Bedingungen, weil Sehenswürdigkeiten noch nicht von sommerlichen Besucherströmen überlaufen sind. Historische Zentren wie Gerace mit seiner monumentalen Kathedrale oder das mittelalterliche Stilo mit der berühmten Cattolica di Stilo lassen sich entspannt erkunden. Die byzantinisch geprägte Kirche gehört zu den bedeutendsten Bauwerken Süditaliens und zieht besonders Teilnehmer von kirchlichen Studienfahrten an.
Das Klima entlang der Küsten ist im Frühjahr meist stabil. Während tagsüber milde Temperaturen herrschen, bringen die Abende frische Luft vom Meer. Vor allem an der tyrrhenischen Küste kann der Mistral zeitweise kräftig wehen. Dieser trockene Nordwestwind sorgt jedoch oft für klare Sichtverhältnisse und angenehme Temperaturen bei Stadtbesichtigungen. Gerade für Reisegruppen, die viele Orte an einem Tag besuchen, sind diese klimatischen Bedingungen deutlich angenehmer als die starke Sommerhitze.
Sommer zwischen Hitze, Küstenwind und Pilgerorten
In den Sommermonaten präsentiert sich Kalabrien deutlich heißer und trockener. Von Juni bis Ende August steigen die Temperaturen im Landesinneren häufig über 35 Grad. An den Küsten sorgen zwar Meeresbrisen für etwas Abkühlung, dennoch kann die intensive Sonneneinstrahlung längere Rundgänge erschweren. Für klassische Badeurlaube ist diese Zeit ideal, für kulturorientierte Reisen hingegen herausfordernd.
Trotzdem entscheiden sich viele Veranstalter bewusst für eine Gemeindereise nach Kalabrien im Sommer, weil zahlreiche religiöse Feste und Prozessionen stattfinden. Besonders eindrucksvoll sind die Feierlichkeiten rund um lokale Schutzheilige in kleineren Orten wie Tropea oder Scilla. In vielen Gemeinden ziehen festlich geschmückte Prozessionen durch die engen Altstadtgassen, begleitet von Musik, Glockengeläut und traditionellen Gesängen.
Tropea zählt ohnehin zu den kulturellen Höhepunkten Kalabriens. Die auf einem Felsen gelegene Altstadt mit der Wallfahrtskirche Santa Maria dell’Isola bietet spektakuläre Ausblicke auf das Meer. Gerade in den frühen Morgenstunden entfaltet der Ort seinen besonderen Charme, wenn die Temperaturen noch angenehm sind und in den Gassen langsam das Leben erwacht.
An der ionischen Küste treten im Sommer gelegentlich heiße Scirocco-Winde auf, die aus Nordafrika nach Süditalien ziehen. Diese Wetterlage bringt trockene Hitze und manchmal einen Himmel mit Sahara-Staub mit sich. Für Reisegruppen bedeutet das, Besichtigungen möglichst in die Vormittagsstunden zu legen. Kirchenbesuche oder Rundgänge durch Klosteranlagen sind während solcher Wetterphasen besonders angenehm, weil die massiven Steinmauern oft eine natürliche Kühle bewahren.
Herbstliche Kulturreisen nach Kalabrien
Der Herbst gehört zu den unterschätzten Reisezeiten in Süditalien und eignet sich hervorragend für eine Kulturreise nach Kalabrien. Zwischen September und Ende Oktober ist das Meer vielerorts noch warm, während die Temperaturen tagsüber meist zwischen 20 und 28 Grad liegen. Gleichzeitig nimmt der Besucherandrang deutlich ab.
Gruppenreisen profitieren im Herbst von der entspannten Atmosphäre. Sehenswürdigkeiten wie das Castello Aragonese in Reggio Calabria oder die historische Altstadt von Pizzo lassen sich ohne große Wartezeiten erkunden. Besonders beliebt sind in dieser Jahreszeit Besuche religiöser Stätten, weil viele Klöster und Kirchen dann wieder ruhiger werden.
Die Wetterbedingungen können im Herbst wechselhaft sein. Während der September meist stabil bleibt, nehmen im Oktober die Niederschläge langsam zu. Vor allem an der tyrrhenischen Küste entstehen gelegentlich kräftige Gewitterfronten. Gleichzeitig sorgt die Mischung aus warmer Meeresluft und kühleren Bergwinden für spektakuläre Lichtstimmungen. Fotografen und kulturinteressierte Reisegruppen schätzen genau diese besondere Atmosphäre.
Winterliche Ruhe und spirituelle Entdeckungen
Der Winter gilt in Kalabrien als ruhige Nebensaison. Schnee fällt vor allem in den Bergregionen des Sila-Gebirges und im Aspromonte, während die Küstenorte vergleichsweise mild bleiben. Tagsüber liegen die Temperaturen an den Küsten oft noch zwischen 10 und 16 Grad.
Eine Studienreise nach Kalabrien kann in den Wintermonaten besonders spannend sein, weil sich die kulturellen und historischen Zusammenhänge intensiver erleben lassen. Ohne große Besucherströme entstehen bessere Möglichkeiten für Führungen durch sakrale Bauwerke oder ausführliche Gespräche mit lokalen Historikern und Geistlichen.
Im Winter treten entlang der Küsten häufig stärkere Windverhältnisse auf. Besonders der Tramontana-Wind aus dem Norden kann kalte Luftmassen bringen und das Meer aufwühlen. Gleichzeitig entstehen dadurch beeindruckende Küstenlandschaften mit meterhohen Wellen, etwa rund um Scilla oder Capo Vaticano. Für Fotografen und kulturinteressierte Reisegruppen ergeben sich dadurch außergewöhnliche Eindrücke.
Klimatische Besonderheiten zwischen Bergen und Meer
Kalabrien besitzt ein ungewöhnlich abwechslungsreiches Klima. Die Region wird gleichzeitig vom Tyrrhenischen und vom Ionischen Meer beeinflusst, während im Landesinneren hohe Gebirge verlaufen. Dadurch unterscheiden sich die Wetterbedingungen teilweise deutlich innerhalb kurzer Entfernungen.
An den Küsten herrscht typisches Mittelmeerklima mit heißen Sommern und milden Wintern. Im Bergland dagegen kann es selbst im Frühjahr noch kühl werden. Besonders Reisegruppen mit umfangreichen Besichtigungsprogrammen sollten diese Unterschiede berücksichtigen.
Die wechselnden Windverhältnisse prägen das Wetter in Kalabrien erheblich. Der Scirocco bringt heiße Luft aus Afrika, während der Mistral trockene Wetterlagen mit klarer Sicht erzeugt. Hinzu kommen regionale Fallwinde aus den Gebirgen, die vor allem in den Abendstunden auftreten können. Diese Luftbewegungen sorgen oft dafür, dass selbst warme Tage vergleichsweise angenehm bleiben.
Für eine Gemeindereise nach Kalabrien spielen diese klimatischen Faktoren eine wichtige Rolle. Gerade ältere Teilnehmer empfinden die Monate April, Mai und Oktober meist als besonders angenehm. Die Temperaturen bleiben moderat, längere Stadtführungen sind problemlos möglich, und auch Kirchenbesichtigungen lassen sich entspannt gestalten.
Authentische Begegnungen und kulturelle Vielfalt
Kalabrien wirkt vielerorts ursprünglicher als andere Regionen Italiens. Kleine Bergdörfer, traditionelle Feste und jahrhundertealte Klöster prägen das Bild der Region bis heute. Gerade deshalb entscheiden sich viele Veranstalter bewusst für kleinere und intensive Reiseformate.
Eine Begegnungsreise nach Kalabrien ermöglicht oft direkte Kontakte mit lokalen Gemeinden, Geistlichen oder Familienbetrieben. In vielen Orten gehört Gastfreundschaft noch ganz selbstverständlich zum Alltag.
Reiserouten, Vorschläge und Sehenswürdigkeiten für Ihre Gruppenreise und Studienreise nach Kalabrien im Überblick
Kalabrien – Antike und Gegenwart, Gastfreundschaft und Tradition an der Stiefelspitze Italiens: Ionischen Meer, Locri - archäologischen Museums, Locri Epizefiri, Aspromonte-Nationalparks, Gerace Altstadt, Kirche San Giovanello, gotische Kirche des Konvents San Francesco d´Assisi, barocke Kirche Sacro Cuore die Gesù, normannisches Kastell; Kartause Serra San Bruno, Kirche Santa Maria del Bosco, Kirche La Cattolica, Bergamotte-Plantage, Santa Severina: Kastell, Kathedrale mit dem byzantinischen Baptisterium, Kirche Santa Filomena, Weinregion bei Strongoli, Bio-Weinbauer Ceraudo, Golf von Squillace, Le Castella- Marina Capo Rizzuto, Thyrrenische Meer, Capo Vaticano, Tropea- Altstadt, Kathedrale, Kirche S.Maria dell’Isola; Archäologischen Park von Scolacium, Skylletion, Ruine von Santa Maria della Roccella, Villa Casignana, Squillace: Altstadt, normannischen Kastell; Fiumara Amendolea, grekanischen Dorf Penedattilo, Jasmin-Küste, Reggio di Calabria mit Archäologischen Museum, bronzenen „Kriegern von Riace, Scilla, Costa Viola, Vibo Valentia: Dom, griechischen Akropolis; Cosenza mit Dom mit den Sarkophagen Isabellas von Aragon und Heinrich VI, Kirche San Francesco d‘ Assisi mit der Capella di Santa Caterina und dem Kreuzreliquiar, Altomonte mit Altstadt, Kirche Santa Maria della Consolazione; Morano Calabro-Burgruine, Nationalparks Sila Grande, Camigliatello Silano, Rossano mit Altstadt, Diözesanmuseums mit dem griechischen Evangeliar aus dem 6. Jh., dem Codex Purpureus, Lakritzmuseum beim Herstellerbetrieb Amarelli, Sybaris am Golf von Tarent, Capo Colonna- der Ausgrabungsstätte eines ehemaligen Hera Tempels, See Laghetto di San Bruno, Mammolla: Altstadt


