Deutschland, Oberlausitz - Gruppen-Kulturreise nach Maß
Oberlausitz – Land der leisen Übergänge
1. Tag:
Anreise mit dem Bus nach Görlitz in Sachsen, der östlichsten Stadt Deutschlands und eine der schönsten historischen Städte bundesweit. Stopp in Bautzen und Rundgang durch die Hauptstadt der Sorben mit seiner 1000-jährigen Geschichte. Der Marktplatz ist umgeben von herrlichen Renaissance- und Barockgebäuden. Besuch des Doms St. Petri, der sich an der höchsten Stelle der Stadt befindet. Bereits um das Jahr 1000 stand an der Stelle des heutigen Doms eine erste Pfarrkirche. Der Dom zählt als spätgotische Hallenkirche zu den wichtigsten Kirchenbauten Sachsens und ist eine der größten Simultankirchen in Deutschland. Von Weitem sieht man die auf einem Felsplateau über der Spree liegende Ortenburg, jahrhundertelang die Stammesburg der Milzener und die Hauptveste der Oberlausitz, sowie die „Alte Wasserkunst“, einer der imposantesten Türme in Bautzen, der früher der Wasserversorgung der Stadt diente. Besuch im Sorbischen Museum, das sich in der Ortenburg befindet und die Geschichte, Volkskunst und Traditionen der Sorben präsentiert, die seit über tausend Jahren in der Oberlausitz leben. Weiterfahrt nach Görlitz.
Abendessen und Übernachtung Görlitz.
2. Tag:
Besichtigungen in Görlitz. Die Stadt liegt an der Lausitzer Neiße, die seit 1945 die Grenze zu Polen bildet. Unzählige Bauwerke aus Spätgotik, Renaissance, Barock und Jugendstil prägen noch heute das Stadtbild und erinnern an die einst reiche Tuchmacher- und Handelsstadt. Rundgang in Görlitz mit Untermarkt, Rathaus und Peterskirche. Die im zweiten Weltkrieg nahezu unzerstörte Altstadt birgt über 4000 denkmalgeschützte Gebäude. Die Pfarrkirche St. Peter und Paul ist eine der ältesten Kirchen der Stadt, die aus einer frühen Burgkirche des 11. Jhs. hervorging. Die berühmte Sonnenorgel mit ihren siebzehn „Sonnen“ wurde 1697 vom kaiserlichen Hoforgelbaumeister Eugenio Casparini geschaffen. Anschließend Fahrt zum Heiligen Grab, die älteste, originalgetreue Nachbildung der Grabeskirche von Jerusalem. Es wurde als religiöses Gesamtkunstwerk geschaffen, das sich von der Krypta der Kirche St. Peter und Paul über einen Kreuzweg durch die Stadt Görlitz bis zum Heiligen Grab erstreckt. Görlitz ist mit seiner herrlichen Altstadt auch bei Filmemachern aus aller Welt bekannt. Seit den 1950er Jahren wurden hier bereits über hundert Filme gedreht. Am Nachmittag Fahrt zum Kloster St. Marienthal, einer Zisterzienserinnen-Abtei, die südlich der Kleinstadt Ostritz am Ufer der Lausitzer Neiße liegt. Es ist das älteste Frauenkloster des Ordens in Deutschland und besteht ohne Unterbrechung bis heute seit seiner Gründung durch Königin Kunigunde von Böhmen im Jahr 1234. Führung durch die idyllische Klosteranlage mit Kreuz- und Michaeliskapelle. Im Besitz des Klosters befindet sich der östlichste Weinberg Deutschlands. Weiterfahrt nach Herrnhut und geführte Besichtigung durch die Schauwerkstatt, in der die traditionelle Herstellung der berühmten Herrnhuter Sterne gezeigt wird. Die Herrnhuter Brüdergemeinde ist eine auf die böhmische Reformation und den vom Pietismus beeinflussten Grafen Nikolaus Ludwig von Zinzendorf zurückführende internationale Kirche. In zahlreichen Ländern gibt es Gemeinden und Freundeskreise, die aus der sehr aktiven Missionsarbeit der Herrnhuter Brüdergemeinde in den vergangenen Jahrhunderten entstanden sind.
Abendessen und Übernachtung Görlitz.
3. Tag:
Heute geht es nach Zittau, das am Fuße des Zittauer Gebirges liegt und erstmals im Jahr 1238 in einer Urkunde des Klosters Marienthals erwähnt wurde. 1255 erhielt Zittau das Stadtrecht von König Ottokar II. von Böhmen. Zu einem Städtebund, der bis 1815 bestand, schlossen sich um 1346 sechs Städte zusammen, deren reichste Stadt Zittau war. Ziel war der Schutz der Handelsstraßen. Besonders im 14. und 15. Jh. florierte die Stadt durch den Tuchhandel und die Leinweberei. Rundgang durch die historische Altstadt mit Rathaus, Kirche St. Johannis und dem Kleinen Zittauer Fastentuch von 1573, das eine monumentale Kreuzigungsszene zeigt. Das Große Zittauer Fastentuch ist ein bedeutendes historisches Kunstwerk aus dem Jahr 1472 und erzählt in neunzig Bildern Geschichten aus dem Alten und Neuen Testament. Es ist heute im Museum Kirche zum Heiligen Kreuz ausgestellt. Anschließend Fahrt zum Naturpark Zittauer Gebirge, einem landschaftlichen Kleinod, das nahe dem Dreiländereck Deutschland, Polen und Tschechien liegt. Er wurde im Jahr 2007 als hundertster Naturpark in Deutschland gegründet. Mit seinen kunstvollen Sandsteinbergen, vulkanischen Kuppen und mystischen Felsgebilden zeugt der Park von einer Ursprünglichkeit, die jeden Besucher begeistert. Weiterfahrt zum Kurort Oybin mit dem gleichnamigen Berg, auf dem sich die malerischen Ruinen der historischen Burg und des ehemaligen Klosters befinden. Das Kloster Oybin war ein im 13. Jh. gegründetes Cölestinerkloster, das 1546, im Todesjahr Martin Luthers, aufgelöst wurde. Caspar David Friedrich malte einst die Klosterruine mit ihrer romantischen Kulisse und die Grimm-Brüder erzählten die Sage vom „Jungfernsprung“, der sich hier zugetragen haben soll. Anschließend geht es mit der historischen Schmalspurbahn von Oybin nach Zittau. Rückfahrt mit dem Bus nach Görlitz.
Abendessen und Übernachtung Görlitz.
4. Tag:
Fahrt durch die unberührte und seenreiche Landschaft der Oberlausitz zum Schloss Bad Muskau. Führung durch den Fürst Pückler Park, der seit 2004 zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt. Sein Schöpfer, Hermann Fürst von Pückler-Muskau (1785-1871) arbeitete über drei Jahrzehnte an seinem Muskauer Park. Der Park mit einer Gesamtfläche von achthundertdreißig Hektar ist der größte Landschaftspark Zentraleuropas. Er gilt als außergewöhnliches Beispiel der Gartenbaukunst im englischen Stil des 19. Jh. Diese künstlerische Ideallandschaft wird durch den Fluss Neiße geteilt, ein Teil befindet sich in Sachsen, der andere Teil in Polen. Im Schlosscafé kann man seine Eindrücke nachwirken lassen. Nachmittags Besuch mit Führung im Glasmuseum in Weißwasser. Die Dauerausstellung zeigt eine umfangreiche Sammlung des Lausitzer Glases aus den vergangenen 150 Jahren. Neben anschaulichen Zeugnissen aus Glas wird auch die Entwicklung der Glasproduktion in der Oberlausitz und die Stadtgeschichte von Weißwasser präsentiert. Auf dem Rückweg nach Görlitz Abstecher zum UNESCO-Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft. Zusammen mit dem nördlichen niederlausitzer Teil ist es die größte zusammenhängende Teichlandschaft Mitteleuropas. Ca. 4 km langer Spaziergang auf dem Naturerlebnispfad Guttau entlang des Warthaer Teichgebiets.
Abendessen und Übernachtung Görlitz.
5. Tag:
Fahrt nach Löbau und Führung durch das Haus Schminke, das zu den vier wichtigsten Wohnhäusern der Klassischen Moderne weltweit zählt. Trotz zahlreicher berühmter Bauwerke war für den Architekten Hans Scharoun das Haus in Löbau ein besonderer Auftrag. Die einzigartige Architektur des „Nudeldampfers“ war für die damalige Zeit eine Ikone des Neuen Bauens. Rückreise mit dem Bus zum Heimatort.
Programmänderungen vorbehalten
Leistungen:
- 4 Übernachtungen in einem guten 3-4* Mittelklassehotel in Görlitz in Doppelzimmern mit Bad/Dusche und WC
- 4 x Frühstück im Hotel (reichhaltiges Frühstücksbuffet)
- 3 x Abendessen im Hotel
- 1 x Abendessen in einem ausgewählten Restaurant mit typischen Spezialitäten aus der Region
- Örtliche Führungen lt. Programm in Bautzen, Görlitz, Kloster St. Marienthal, Herrnhuter Sterne-Schauwerkstatt, Zittau, Oybin, Muskauer Park, Glasmuseum Weißwasser und Haus Schminke in Löbau
- Eintritte für Sorbisches Museum in Bautzen, Museum Kirche zum Heiligen Kreuz in Zittau, Burg/Kloster Oybin, Muskauer Park, Glasmuseum Weißwasser und Haus Schminke in Löbau
- Fahrt mit der Schmalspurbahn von Oybin nach Zittau
- Sicherungsschein für Pauschalreisende
Nicht enthalten:
- Busanmietung
- Trinkgelder für Führungen, Hotel und Busfahrer
- Getränke
- Reiseversicherungen
- Evtl. anfallende Bettensteuer bzw. Kurtaxe
Preiskategorie unter I: unter € 1.000,-- p.P. im Doppelzimmer
ab 26 Teilnehmenden in der Zwischensaison, inkl. 1 Freiplatz im Einzelzimmer
Dieses Reiseprogramm ist eine bewährte Route unserer Gruppen-Kulturreisen, die Sie gerne nach Ihren Wünschen und Vorstellung für Ihre Gruppe anpassen, erweitern oder kürzen können. Fragen Sie uns auch nach den aktuellen Flugverbindungen, die wir selbstverständlich und nach Möglichkeit Ihrem Heimatort entsprechend anpassen. Gerne erstellen wir für Ihre Kirchengemeinde, VHS, Chor, Verband, Akademie, Universität, landwirtschaftliche Gruppe oder den Familien- und Freundeskreis ein individuelles Angebot zu Ihrem Wunschtermin. Ab 10 Personen sind Sie schon eine Gruppe.
Wir beraten Sie gerne unter Tel 069-9218790.